Während der Meditation können plötzlich Sorgen auftauchen wegen einer möglichen beruflichen Fehlentscheidung oder eines familiären Konflikts. Sollte ich nicht sofort da anrufen, was hat er noch gesagt? Sie hat so abweisend geguckt. Dann nimm Besorgtheit wahr. Die Besorgtheit kommt, beobachte sie nur. Sie geht wieder. Oder Du erlebst eine körperliche Empfindung, beobachte sie. Sie geht wieder. Sei einfach ganz aufrichtig mit Dir und nimm wahr, was sich in Dir abspielt. Wenn Du das tust, kommst Du zu einem sehr interessanten Ergebnis:
Die Probleme sind nicht außen, sie sind innen!
Das ist das Hauptproblem. Die äußere Welt ist nicht das Problem, es ist die innere Unruhe. Nichts in der Welt kann Dich aufregen, wenn da keine Aufregung in Dir selbst ist. Deshalb schau nicht nach draußen. Wir verbringen den ganzen Tag viel Zeit damit, das Äußere zu betrachten, was die anderen machen, warum sie das gesagt hat, was ich tun könnte, wie ich mich verhalten sollte usw. Die meiste Zeit verbringen wir damit.

Wenigstens für einen Teil des Tages schließe die Augen und schau nach innen. Was ist innen? Zunächst nimmst Du den Atem wahr. Die meiste Zeit sind wir uns überhaupt nicht bewusst, dass wir atmen. Wir sind so damit beschäftigt, nach draußen zu schauen. Wir wissen erst, dass wir atmen, wenn wir Asthma bekommen. Dann weiß ich, ich atme.

Deshalb mache Dir bewusst, immer wenn da Unruhe entsteht, gibt es ein Problem, ein emotionales Problem. Schau in Dich hinein, nimm wahr, was da gerade in Dir geschieht. So lernen wir uns selbst nach und nach wirklich kennen. Das bringt nicht nur Klarheit und mehr Ruhe ins Leben. Es hilft uns, unser Leben so zu gestalten, wie es uns selbst entspricht anstatt äußeren, fremden Zielen hinterherzulaufen. (inspiriert von einem Text von Rajan Sankaran)

In Seevetal gebe ich Kurse in Achtsamkeitsmeditation.
Termine